Profil

 

Die Grundlage unserer Museumsarbeit ist das historische Archiv. Hier wird gesammelt und bewahrt, geforscht und vermittelt. Zum Bestand gehören authentische Objekte der Alltags- und Kulturgeschichte, eine Gemäldesammlung, historische Originalfotografien und Bildpostkarten sowie Fotografien der Gegenwart, Karten und Pläne zur Stadtentwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts, regionalhistorische Zeitungen seit 1860 und zahlreiche Dokumente zur Geschichte der beiden Ortsteile.  Die inhaltlichen Sammlungsschwerpunkte sind: Ländliches Leben und Dorfgeschichte, Stadtplanung- und entwicklung, Handel, Gewerbe und Industrie, Nationalsozialismus und Judenverfolgung, Nachkriegszeit, Frauengeschichte, Schulgeschichte, Geschichte der Kindheit und Jugend, Geschichte der Migration.  Das Archiv mit seiner umfangreichen Präsenzbibliothek zur Regional- und Berlingeschichte steht allen Interessierten offen. Bei Bedarf bieten wir Archivführungen und -projekte für Schulen an.

 
 
Bestände

Im Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg sind die Bestände der beiden ehemaligen Heimatarchive von Tempelhof und Schöneberg zusammengefaßt.  Das Archiv des Bezirks Tempelhof wurde 1949 auf Beschluss des Bezirksamts gegründet. Zum Sammlungsgut gehört ein sehr großer Zeitungs- und Dokumentenbestand, der noch nicht vollständig erfasst ist. Die Schöneberger Sammlung wurde nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg seit den 50er Jahren wieder neu aufgebaut, zunächst aus historischen Akten, Karten, Plänen und Fotosammlungen des Bezirksamtes selbst. Im Lauf der Jahre wurde sie durch Ankäufe und Schenkungen zu einer umfangreichen regionalhistorischen Sammlung erweitert. Besonders hervorzuheben: der Schwerpunkt Frauengeschichte [ Tagungsvortrag.pdf ] sowie die seltenen fotografischen Bestände.  Mehr Informationen zu den Archivbeständen finden Sie hier [ Archivbestände.pdf ].

 
 
Dokumentationsstelle

Thema Nationalsozialismus

Schwerpunkt I: "Juden im Bayerischen Viertel" Zeitgeschichtliche Sammlung zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung insbesondere im Bezirk Schöneberg, mit Fotos, Dokumenten und Korrespondenzen mit jüdischen Zeitzeugen aus aller Welt. Der Grundstock der Sammlung ist hervorgegangen aus den Aktivitäten zum Denkmal im Bayerischen Viertel sowie aus dem Ausstellungsprojekt "Orte des Erinnerns" vom Kunstamt Schöneberg (1993).

Schwerpunkt II: "Zwangsarbeit in Tempelhof-Schöneberg 1938-45" Es stehen didaktisch aufbereitete Materialien zum Thema zur Verfügung, deren Grundlagen im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes des Arbeitskreises der Berliner Regionalmuseen "Zwangsarbeit in Berlin 1938-45" recherchiert wurden (2002).



Als besondere Angebote für Gruppen bieten wir an: Projekttage für Schulen (z.B. aus Anlass des 9. November 1938); Beratung bei Unterrichtsprojekten zum Thema Nationalsozialimus sowie verschiedene Medien (Filme über lokale Geschichtsprojekte zur Judenverfolgung sowie ein Hörrundgang zum Denkmal im Bayerischen Viertel).

 
 
Archivbesuche

Das Archiv und die Präsensbibliothek sind für interessierte Besucher/innen zugänglich. Die Sammlung wird von einer hauptamtlichen Archivarin betreut. Die Archivräume sind benutzerfreundlich ausgestattet. Es stehen Findbücher und Karteien sowie Arbeitsräume für Einzelbesucher/innen und Gruppen zur Verfügung. Die Bestände sind noch nicht digitalisiert. Wissenschaftliche Recherchen werden bei Bedarf betreut.  Darüberhinaus werden Archivführungen für Gruppen angeboten sowie Projekte zur Regionalgeschichte, zu Gedenktagen und Jubiläen inhaltlich unterstützt.

 
 
Kontakt

Archiv zur Geschichte von Tempelhof und Schöneberg
Leitung: Veronika Liebau
Hauptstr. 40-42
10827 Berlin

Tel. 030 7560 6214
Fax 030 7560 6329
Email:archiv@museentempelhof-schoeneberg.de

 
 
Aktuell

Für Ihren Kalender: Eröffnung der Ausstellung „Stolpersteine - Gunter Demnig und sein Projekt. Stolpersteine in Tempelhof-Schöneberg“

Do, 23.9.2010, um 19.00 Uhr im Rathaus Schöneberg

Ausgewählte Fotografien der Wanderausstellung des NS-Dokumentationszentrums in Köln beleuchten das europaweite Erinnerungsprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Ergänzt wird die Fotopräsentation durch Multimediastationen und ein mobiles Archiv mit regionalhistorischem Bezug. Hier können sich Besucher und Besucherinnen über die 368 bis heute in Tempelhof-Schöneberg verlegten Stolpersteine informieren. Im Zentrum stehen 28 Biografien von Familien und Einzelpersonen, die hier gelebt haben. Die meisten waren jüdisch oder wurden aufgrund ihrer politischen oder religiösen Orientierung verfolgt.

Begleitend zur Ausstellung wird es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Lesungen, Führungen im Stadtraum, Diskussionen und einem Informationsabend mit und für Paten geben. Die Veranstaltungstermine werden demnächst bekanntgegeben.

Ausstellungsdauer: 24.09. bis 28.10.2010, Mo - Do 10 - 18 Uhr, Sa + So 10 - 18 Uhr, Eintritt frei
Ort:
Rathaus Schöneberg, Foyer, Ansprechpartner des Museums sind vor Ort.

 

Stolpersteinverlegungen im August
Im August finden erneut Stolpersteinverlegungen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg statt. Der Kölner Bildhauer und Gründer des Projektes Stolpersteine Gunter Demnig wird 15 Stolpersteine verlegen.

19. August 2010

Ansbacher Straße 18
Stolperstein für Anna Schachnow

Luitpoldstraße 41
Stolpersteine für Lucie Fuld-Traumann, Lotte Fuld-Traumann, Zilla Fuld-Traumann

Landshuter Straße 8
Stolpersteine für Edith Oppenheim, Margot Schachnow

Landshuter Straße 14
Stolperstein für Martha Hamm

Bamberger Straße 37
Stolperstein für Elsbeth Gottgetreu

Potsdamer Straße 159
Stolpersteine für Margarete Hirschberg, Julius Hirschberg

Martin-Luther-Straße 111
(früher Martin-Luther-Straße 58)
Stolpersteine für Friedrich Adler, Hedwig Adler

Stierstraße 4
Stolpersteine für Charlotte Kerz, Nechuma Kerz, Nathan Kerz

Die Stolpersteinverlegungen werden ab etwa 12 Uhr in der Ansbacher Straße 18 beginnen. Aufgrund des technischen Ablaufs sind zeitliche Abweichungen möglich.